Einladung zum Fastenbrechen-Essen (Iftar) im Ramadan
Stiftung SERA hat zum diesjährigen Fastenbrechen eingeladen (Siehe den obigen Flyer)
Datum: 14. März 2026, am Samstag, ab 18:00 Uhr
Ort : Im grossen Saal der Kirche Maria-Lourdes, Seebacherstrasse 3, 8052 Zürich
Programmablauf:
- Pfarrer der Katholischen Kirche Maria-Lourdes, Herr Martin Piller hat die Anwesenden begrüsst.
- In seinem Grusswort hat Herr Hatipoglu, Präsident der Stiftung SERA, sich von Mevlana Jalaleddin Rumi inspirieren lassen:
„Essalamu alaikum, Friede sei mit Ihnen.
Im Namen der Stiftung SERA heisse ich Sie herzlich willkommen.
Wir freuen uns sehr, dass Sie so zahlreich erschienen sind.
Meine Begrüssung möchte ich mit den Worten von Mevlana Jalaleddin Rumi
beginnen. Er war ein muslimischer Sufimeister und starb im Jahr 1273 in Konya in der Türkei. Er schrieb:Komm, komm, wer immer du bist,
Wanderer, Götzenanbeter,
du, der du den Abschied liebst,
es spielt keine Rolle.
Dies ist keine Karawane der Verzweiflung.
Komm, auch wenn du deinen Schwur
tausendfach gebrochen hast.
Komm, komm, noch einmal, komm!Schon im Gymnasium hatten mich diese Worte fasziniert. Allen Menschen offen zu sein, jeden und jede einladen und umarmen zu wollen. Dieser Aufruf ist heute nötiger denn je. Heute Abend werden wir von Herrn Peter Hüseyin Cunz noch mehr über Mevlana Jelaleddin Rumi erfahren. Ich danke Herrn Cunz, dass er unsere Einladung angenommen hat und heute einen Vortrag halten wird. Herzlich Willkommen lieber Peter.
Ich habe eine künstliche Intelligenz gefragt: „Wie viele Kriege und Kriegszustände gibt es heute in der Welt?” Die Antwort lautete: „61 aktive bewaffnete Konflikte gibt es weltweit.” Davon sind 11 Kriege im engeren wissenschaftlichen Sinn, das heisst mit mindestens 1.000 kampfbedingten Toten pro Jahr.
Auf der einen Seite steht der Aufruf von Mevlana Rumi, auf der anderen Seite der unfriedliche Zustand in der Welt. Unser heutiger Anlass ist ein winziger Beitrag für das friedliche Zusammenleben.
Wir Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit, Juden, Christen und Muslime können friedlich zusammensitzen und gemeinsam zu Abend essen.
Deshalb danke ich Ihnen allen, dass Sie mit Ihrer Anwesenheit hier ein wichtiges Zeichen setzen. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an!Wir sind keine Staatsmänner oder Staatsfrauen. Wir können die Weltpolitik nicht beeinflussen und die Gewalttaten beenden. Das Sprichwort sagt aber: „Jeder
kehre vor seiner eigenen Tür, dann ist die ganze Welt sauber.“ Wenn jede / jeder von uns in der Familie, in der Nachbarschaft, im Quartier, in der Stadt einen
kleinen Beitrag zum Frieden leisten kann, können wir doch zum Weltfrieden etwas beitragen.Ich möchte mich herzlich bei Pfarrer Martin Piller dafür bedanken, dass er uns als Hausherr jedes Jahr diesen Saal zur Verfügung stellt. Willkommen, lieber Martin.
Mein Dank gilt auch Herrn Dr. Werner Kramer, dem Professor der Professoren. Er wird uns ein Grusswort richten. Willkommen, lieber Werner!
Ich wünsche Ihnen, liebe Gäste, einen schönen Abend. Geniessen Sie ihn.
- Prof. Dr. Werner Kramer hat die Anwesenden begrüsst und über die Einrichtung der islamischen Friedhöfe in Zürich und Winterthur berichtet.
- Kinder der SERA-Jugendarbeit haben unter der Leitung von Frau Hanife Zavalsiz mit dem Titel «Ringparabel» ein Theaterstück vorgeführt.
- Tekcan Family Band hat Sufi-Musik gespielt.
- Herr Bülent Gökkaya hat nach dem Gebetsruf (Adhān) einige Verse aus dem Koran rezitiert.
- Nach dem Iftar (Abendessen) hat zum Abschluss des Abends hat Herr Peter Hüseyin Cunz einen Vortrag über „Sufismus am Beispiel der Tanzenden
Derwische“ gehalten.
150 Personen haben am Iftar teilgenommen, Muslim:innen, Jüd:innen und
Christ:innen. Mehr als die Hälfte der Gäste waren Christ:innen.
Über diese Veranstaltung wurde im Schweizer Radio SRF berichtet:
https://www.srf.ch/audio/kultur-kompakt/fastenzeit-trifft-ramadan?id=AUDI20260318_NR_0021
Einige Bilder aus dem Programm:









